Wasserversorgung Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar, die auch bei Belagerungen funktionieren musste. Zum einen grub man Sodbrunnen. Ein Sodbrunnen ist ein in den Untergrund abgetiefter und mit Holz oder öfter mit Mauerwerk ausgekleideter Schacht, der bis ins Grundwasser hinunterreicht. Aus diesem Schacht schöpft man Trinkwasser. Je nach Schöpfmethode unterscheidet man zwischen Zieh- und Wippgalgenbrunnen. Wo es keinen Zugang zu Grundwasser gab, zum Beispiel auf Höhenburgen, behalf man sich mit Zisternen. Zisternen sind unterirdische Hohlräume, in denen Regenwasser bzw. Dachwasser gesammelt und aufbewahrt wird. Es gab zwei Haupttypen: Tankzisternen sind offene Sammelbecken, die manchmal von einem Gewölben überdeckt sind. Das Wasser wird über Öffnungen in der Decke in die Zisterne geleitet. Bei Filterzisternen sind die Hohlräume mit Sand gefüllt, der als Speichermedium und als Filter dient. Bei diesem Zisternentyp gibt es in der Zisternenmitte meist einen gemauerten Schöpfschacht.
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